Leitprinzip: Fakten sichern, Haltung zeigen, Kanäle beherrschen.
Stand: 09/2026
1. Lagebild & Alarmierung
- Lage verifizieren: Faktenabgleich direkt mit Einsatzleitung / Krisenstab.
- Sprecherhoheit festlegen: Single Point of Contact (SPOC) für alle Anfragen.
- Freigabe-Kanal öffnen: Kurzer Draht zu Geschäftsführung / Juristischer Prüfung.
- Social-Stopp: Alle geplanten Marketing- & Werbeposts sofort pausieren.
2. Website-First & Holding
- Holding Statement: Vorfall bestätigen, Bedauern ausdrücken, Maßnahmen nennen.
- Dark-Site / Ticker: Eigene Website als verifizierten Primärkanal aktivieren.
- Social Media verlinken: Posts verweisen strikt auf die zentrale Website-Meldung.
- Gerüchteküche stoppen: Spekulationen aktiv mit Verweis auf Faktenlage einfangen.
3. Stakeholder & Taktung
- Intern vor Extern: Mitarbeitende, Hotline & Empfang parallel briefen.
- KI & Social Listening: Live-Monitoring auf Desinformation & Stimmungstrends.
- Presseverteiler informieren: Statement aktiv an Medien mit Q&A versenden.
- Update-Taktung setzen: Nächsten Auskunftszeitpunkt transparent ankündigen (z.B. in 90 Min).
Die 4-Bausteine-Formel für das Holding Statement
1. Bestätigung (Was wissen wir gesichert?)
➔
2. Sofortmaßnahme (Was tun wir jetzt?)
➔
3. Betreuung/Haltung (Wer hilft den Betroffenen?)
➔
4. Nächstes Update (Wann gibt es neue Fakten?)
🛡️ 4 Grundregeln für krisenfeste Kommunikation
1
Website-First vor Social Media
Die eigene Web-Infrastruktur ist Ihr krisensicherer Anker. Social Media dient als Zubringer, nicht als Daten-Archiv.
2
Transparenz statt Perfektion
Sagen Sie frühzeitig, was Sie wissen – und was Sie noch prüfen. Schweigen erzeugt Gerüchte.
3
Feste Update-Zyklen ankündigen
Nennen Sie konkrete Uhrzeiten für Folge-Statements. Das entlastet Ihr Pressetelefon spürbar.
4
KI als Helfer, Mensch als Entscheider
Nutzen Sie KI für schnelles Monitoring und Textentwürfe – die finale Freigabe bleibt immer menschlich.